Schimmel im Innenraum betrifft nicht alle Menschen gleich. Manche Gruppen reagieren empfindlicher oder sind stärker gefährdet. Diese Seite gibt hierzu den Stand öffentlicher Fachquellen (WHO, Robert-Koch-Institut, AWMF-Leitlinie) wieder – als allgemeine Information und ausdrücklich ohne eigene medizinische Bewertung. Die allgemeine gesundheitliche Einordnung finden Sie auf der Seite Gesundheitliche Auswirkungen.

Wer besonders empfindlich ist

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Immungeschwächte

Höchstes Risiko, vor allem für Infektionen – etwa nach Transplantation, bei Krebs-/Leukämietherapie, AIDS oder Mukoviszidose. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

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Allergiker & Atopiker

Von WHO und RKI als besonders empfindlich gegenüber biologischen Stoffen in feuchten Innenräumen eingestuft.

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Atemwegs-/Hautkranke

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma) oder chronischen Hauterkrankungen können stärker reagieren.

Einstufung nach WHO („Dampness and Mould“, 2009), Robert-Koch-Institut (Bundesgesundheitsblatt 2007) und AWMF-Leitlinie (Update 2023). Wiedergabe dieser Fachquellen, keine eigene medizinische Bewertung.

Wichtig ist die Einordnung der WHO, dass nachteilige Gesundheitseffekte auch bei nicht-allergischen Personen gefunden wurden – die Belastung betrifft also nicht ausschließlich empfindliche Gruppen. Speziell für Kinder ist zudem ein erhöhtes Risiko für Atemwegssymptome und die Entwicklung von Asthma beim Wohnen in feuchten, schimmelbelasteten Räumen dokumentiert (WHO). Die genannten Risikogruppen werden auch in der AWMF-Leitlinie zur Schimmelpilzexposition (Update 2023) beschrieben.

Warum das Vorsorgeprinzip gilt

🔬 Kein Grenzwert – deshalb Vorsorge

Es lässt sich wissenschaftlich nicht angeben, ab welcher Konzentration welche Wirkung eintritt; deshalb empfiehlt auch die WHO keine quantitativen Schwellenwerte. Aus diesem Grund gilt: Schimmel im Innenraum ist ein hygienisches Problem und sollte – unabhängig von Art und Farbe – beseitigt werden. Gerade mit Blick auf empfindliche Bewohner ist frühzeitiges, fachkundiges Handeln sinnvoll.

Quellen: WHO, „Dampness and Mould“ (2009); UBA, „Häufige Fragen bei Schimmelbefall“ & „Schimmelleitfaden“ (2017, akt. 2024); RKI, Bundesgesundheitsblatt 2007.
🩺 Bei Beschwerden

Ob konkrete Beschwerden mit Schimmel zusammenhängen, klärt eine individuelle ärztliche Untersuchung. Diese Seite dient der Einordnung und ersetzt keine medizinische Beratung.

Warum eine Ferndiagnose nicht ausreicht

Leben empfindliche Personen im Haushalt, ist eine belastbare Klärung besonders wichtig. Ob und in welchem Umfang eine Innenraumquelle vorliegt, zeigt erst die fachkundige Untersuchung vor Ort – die Grundlage, um gezielt und verhältnismäßig zu handeln.

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Häufige Fragen

Ist Schimmel für Kinder gefährlicher?

Feuchte und Schimmel sind allgemein mit Atemwegsbeschwerden assoziiert. Ob Kinder als eigenständige Risikogruppe stärker betroffen sind, sollte anhand der aktuellen Primärquellen bewertet werden. Sicher belegt sind als besonders empfindlich vor allem Immungeschwächte, Allergiker und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen. Bei Sorge um ein Kind ist ärztlicher Rat der richtige Weg.

Warum wird zur Beseitigung geraten, auch wenn ich keine Beschwerden habe?

Weil sich keine gesundheitlich unbedenkliche Konzentration angeben lässt, gilt das Vorsorgeprinzip: Schimmel im Innenraum sollte unabhängig von der Art beseitigt und die Ursache behoben werden – gerade wenn empfindliche Personen mit im Haushalt leben.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Weltgesundheitsorganisation (WHO): „WHO Guidelines for Indoor Air Quality: Dampness and Mould“. 2009.
  2. Umweltbundesamt (UBA): „Häufige Fragen bei Schimmelbefall“ & „Schimmelleitfaden“ (2017, akt. 2024).
  3. Robert-Koch-Institut (RKI): „Schimmelpilzbelastung in Innenräumen“, Bundesgesundheitsblatt 2007; 50:1308–1323.
  4. AWMF-Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen“, Update 2023 (AWMF-Register-Nr. 161/001).

Es gelten jeweils die aktuellen Fassungen der genannten Quellen. Gesundheitliche Aussagen dienen der Einordnung und ersetzen keine medizinische Beratung.