Cladosporium ist der weltweit häufigste Pilz der Außenluft – und genau deshalb bei Innenraummessungen besonders erklärungsbedürftig: Ein Nachweis ist für sich genommen oft unauffällig.

Vorkommen

Cladosporium (z. B. C. herbarum) kommt ganzjährig vor, mit der stärksten Sporulation im Sommer. Hohe Konzentrationen finden sich an vegetationsnahen Quellen wie Biotonne, Komposthaufen, Blumenerde und feuchtem Laub. Im Innenraum siedelt er auf feuchten Oberflächen, etwa in Kondensatbereichen an Fenstern.

Erscheinungsbild

Cladosporium gehört zu den „Schwärzepilzen“ und erscheint typischerweise olivgrün-braun bis schwarz. Wie bei allen Gattungen ist die Farbe kein Bestimmungsmerkmal.

Gesundheitliche Einordnung

Cladosporium steht mit saisonaler allergischer Rhinitis in Zusammenhang; die Sensibilisierungsraten in der Bevölkerung liegen im niedrigen Prozentbereich. Wie stets gilt: Ein Zusammenhang bedeutet keine zwangsläufige Erkrankung, und Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Mehr dazu auf der Seite Gesundheitliche Auswirkungen.

🔬 Warum der Außenvergleich hier besonders wichtig ist

Weil Cladosporium den Außenluftgehalt dominiert, sagt eine Innenraumzahl allein wenig aus. Erst der zeitgleiche Innen-Außen-Vergleich zeigt, ob eine Innenraumquelle vorliegt oder nur die normale Außenluft abgebildet wird.

Quellen: Umweltbundesamt, „Schimmelleitfaden“ (2017, akt. 2024); RKI, Bundesgesundheitsblatt 2007.
Warum eine Ferndiagnose nicht ausreicht

Ob ein Cladosporium-Nachweis harmlos (Außenluft) oder ein Zeichen einer Innenraumquelle ist, entscheidet der fachgerechte Vergleich vor Ort. Eine einzelne Zahl ohne Kontext führt leicht in die Irre.

Messwert einordnen lassen

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Häufige Fragen

Ist Cladosporium in der Wohnung schlimm?

Cladosporium ist der häufigste Außenluftpilz, ein Nachweis ist deshalb oft unauffällig. Ob ein Problem vorliegt, zeigt erst der Innen-Außen-Vergleich zusammen mit dem Befund vor Ort. Gesundheitlich steht bei Sensibilisierten eine saisonale allergische Rhinitis im Vordergrund.

Warum finde ich Cladosporium am Fenster?

An Fenstern entsteht durch Kondensat häufig Feuchtigkeit, und die dortigen kühlen Oberflächen bieten Wachstumsbedingungen. Als weit verbreiteter Pilz besiedelt Cladosporium solche feuchten Stellen leicht.

Quellen & weiterführende Literatur

  1. Umweltbundesamt (UBA): „Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden“. 2017, aktualisierte Fassung 2024.
  2. Robert-Koch-Institut (RKI): „Schimmelpilzbelastung in Innenräumen“, Bundesgesundheitsblatt 2007; 50:1308–1323.

Es gelten jeweils die aktuellen Fassungen der genannten Quellen. Gesundheitliche Aussagen dienen der Einordnung und ersetzen keine medizinische Beratung.